Künstler » Kurt von Keudell



Der Maler Kurt v. Keudell wurde 1896 in Breslau geboren. Aufgewachsen in Kurhessen, Hannover, Köln und Berlin. Nach einer kurzen Teilnahme am 1. Weltkrieg studierte er 1919/20 in Bern und München Kunstgeschichte und Philosophie. 1920 lernte er den Bildhauer Georg Kolbe und dessen Familie kennen. Kolbe sah Werke von Kurt von Keudell und ermunterte ihn zum Weitermalen. 1921 siedelte K v. K. nach Berlin über und studierte, wenn auch nur kurz, bei Haus Baluschek und Willi Jaeckel. Er entschied sich aber dann für den autodidaktischen Weg. 1923 heiratete er Kolbes Tochter Leonore. Es folgten bald Ausstellungen bei Paul Cassierer, Alfred Flechtheim, Victor Hardenberg und anderen. Zweimal stellte er auch gemeinsam mit seinem Schwiegervater Georg Kolbe aus. Kurt v. Keudell war vorwiegend Landschaftsmaler. Seine Gemälde (Ölbilder und Aquarelle) vor allem aus der Tessiner Zeit sind besonders farbenprächtig. Nachdem er sich 1949 von seiner Frau Leonore getrennt hatte, nahm er 1950 einen Orts und Berufswechsel vor. Er übersiedelte nach Hannover, die Malerei gab er auf. Kurt von Keudell starb 1978 und liegt in Schwebda, der Heimat seiner Väter, begraben.

Der umfangreiche Nachlass von Kurt v. Keudell wurde mehrfach zum Anlass von erfolgreichen Ausstellungen im Kunsthaus Poorhosaini. Zusätzlich zu den Ausstellungen veröffentlichte S.N. Poorhosaini 1999 das komplette Werksverzeichnis von Kurt v. Keudell.